Wasserskandal

Schmutziges Wasser kostet täglich 4000 Menschen das Leben. Nestlé ist der unbestrittene Weltmarktführer, wenn es um Wasser aus Flaschen geht.

Nestlé klaut lokale Wasserquellen

Der Konzern kauft weltweit lokale Wasserquellen von Städten und Dörfern auf um, dort für sehr wenig Geld Wasser abzupumpen. Für 30.000 Liter bezahlt Nestlé 10$ und dieses Wasser verkaufen sie verpackt für 50.000$. Obwohl die Einwohner der Wasserquellen sich mit dem Wasser die Hände waschen und Toiletten spülen, wirbt Nestlé mit einem Lifestyle Produkt. Die Anwohner der Städte sind verärgert über Nestlé, da täglich mehrere Wassertransporter an ihren Häusern vorbei fahren und die Wasserpumpen starken Lärm erzeugen.
Auch in Entwicklungsländern, in welchen Wasserknappheit häufig Thema ist, bezieht Nestlé Wasser. Einwohner haben keine Chance mehr an sauberes Wasser zu bekommen und sind gezwungen dreckiges und teilweise verseuchtes Wasser zu trinken, wodurch viele Einwohner an Krankheiten sterben.
Quelle: Dokumentarfilm: "Bottled Life" 

Nestlé lässt Familien verdursten

Kebri Beyah, ein Dorf mit 20.000 Einwohnern des Entwicklungslandes Äthiopien lag am Existenzminimum. Dem Dorf fehlte eine Grundwasserversorgung. Nestlé ließ eine Wasserpipeline erbauen, die das Dorf mit Wasser versorgte. Seit 12 Jahren kümmert sich Nestlé jedoch nicht mehr um die Wasserpumpen und die Einwohner müssen oft drei Tage ohne Wasser überleben. Dies führt zu Todesfällen, darunter viele Kleinkinder. Nestlé wirbt auf ihrer Website immer noch mit der Versorgung von Kebri Beyah. Nestlés Aussage bei der Errichtung der Wasserpipeline: "Our aim is to make sure that the water system can keep functioning over the long-term so that the people of the region and their children will have access to clean water for many years into the future."
Quelle: Dokumentarfilm: "Bottled Life"

Die Austrocknung Pakistans

Nestlé bezieht einen Großteil des Wassers "Pure Life" aus Pakistan. Der Wasserstand des Grundwassers sinkt immer weiter und die Wasserqualität verschlechtert sich, wodurch es zu einer Austrocknung der Region führt. Viele Pakistaner erkranken an den Folgen des dreckigen Wassers. Darunter auch viele Kinder.
Quelle: Dokumentarfilm: "Bottled Life"

Rodung von Wäldern

In einem Staat der USA vernichtete Nestlé eine große Waldfläche, um dort eine Wasserpumpe zu errichten und noch mehr Profit zu schlagen. Auch in Indonesien ließ der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt einen riesigen Regenwald zerstören. 5000 Hektar Wald wurden gerodet, um eine riesige Palmöl-Plantage anzubauen, von welcher Nestlé sein Palmöl bezieht.
Quelle: Dokumentarfilm: "Bottled Life"

Überteuertes Trinkwasser in Entwicklungsländern

"Pure Life" von Nestlé ist in einigen Ländern das einzig sichere und saubere Trinkwasser. In den meisten Entwicklungsländern können sich jedoch nur die Reichen "Pure Life" leisten. In Nigeria ist eine Flasche teurer als das Tageseinkommen vieler Nigerianer und sogar teurer als 1L Benzin. Die meisten Einwohner müssen somit zu unsauberem Wasser greifen, was viele Risiken mit sich bringt.
Quelle: Dokumentarfilm "Bottled Life"